Den Beruf des Zahnprothetikers gibt es seit über 70 Jahren.

Zahnprothetiker haben eine aufwändige Ausbildung hinter sich. Alleine bis zur eigenen Praxis oder zur Ausübung des Berufes vergehen im besten Fall 14 Jahre. Zur Ausbildung zugelassen wird, wer unter anderem einen 4 jährigen Abschluss zum Zahntechniker und zusätzlich 8 Berufsjahre nachweisen kann. Die Ausbildung zum Zahnprothetiker dauert dann noch einmal 2 Jahre. Danach erst wir ihm bei bestandener Prüfung am zahnätzlichen Institut Zürich das Diplom durch die Gesundheitsdirektion ausgestellt.

Die 2 jährige Ausbildung zum Zahnprothetiker umfasst 500 Vorlesungsstunden in den Fächern: Anatomie, Physiologie, Histologie, Pathologie, Physiognomie, Geriatrie, Prothetik und noch andere. Dozenten sind nebst erfahrenen Zahnprothetikerauch Ärzte und Zahnärzte.

Der Zahnprothetiker beschäftigt sich intensiv mit den modernsten zahnprothetischen Methoden und Materialien. Um auf dem neuesten Stand zu sein, ist es Pflicht, jährlich 40 Weiterbildungsstunden zu absolvieren.

Abnehmbarer Zahnersatz wird in der allgemeinen Zahnheilkunde leider etwas vernachlässigt behandelt und als minderwertig betrachtet. Dies ist aber falsch. Der abnehmbare Zahnersatz ist heutzutage ein ausgereiftes Spitzenprodukt. Abgesehen davon, wollen nicht alle Patienten mit Implantaten oder teuren Keramikbrücken versorgt werden. Sei es aus medizinischen oder Kostengründen. Abnehmbarer Zahnersatz ist dauerhaft, unsichtbar, kostengünstig und lässt sich sehr gut reinigen.

Da der Zahnprothetiker auch eine solide Ausbildung als Zahntechniker hat, kann er Patienten kompetent beraten. Ihm sind sämtliche technischen Bereiche über jeglicher Art Zahnersatz, Methoden und Materialen bekannt. Im Gespräch können dem Patienten verschiedene Lösungsvorschläge mit Vor-und Nachteilen aufgezeigt werden.

Zur Tätigkeit des Zahnprothetikers, gehören sowohl der zahnärztliche wie auch der zahntechnische Teil. Also, die Befundaufnahme, die Beratung des Patienten, Abdrucknahme, Herstellung des Zahnersatzes im eigenen Labor und das Einsetzen des fertigen Zahnersatzes. Auf die enge Zusammenarbeit zwischen Patient und Behandler wird größten Wert gelegt, denn nur so kann ein gutes Ergebnis erreicht werden. Der abgegebene Zahnersatz erfüllt die strengen Normen der Medizinprodukteverordnung. Weiter können Patienten sicher sein, kein minderwertiges Chinaprodukt zu erhalten.

Für chirurgische Eingriffe arbeitet der Zahnprothetiker je nach Fall mit verschiedenen Spezialisten zusammen. Dies war bei der Entstehung dieses Berufes auch ein wichtiges Anliegen der damaligen Gründer. Da der Zahnprothetiker keine aufwändige Praxis unterhalten muss, kommt dies preislich dem Patienten zugute. Ebenfalls sind Haus oder Heimbesuche möglich.

Der Zahnprothetiker gilt zu Recht als Spezialist, im Bereich des abnehmbaren Zahnersatzes.







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